Kirche im „Lehrter Land“ nimmt Konturen an

Vier Kirchengemeinden unterzeichnen Satzung für eine Gesamtkirchengemeinde

Vier Kirchengemeinden unterzeichnen Satzung für eine Gesamtkirchengemeinde. Foto: Thorsten Leißer
Vier Kirchengemeinden unterzeichnen Satzung für eine Gesamtkirchengemeinde. Foto: Thorsten Leißer

Hämelerwald/Sievershausen/Arpke/Immensen. Gespräche dazu werden schon seit zwei Jahren geführt, doch nun nimmt die Zusammenarbeit deutliche Konturen an. Im Rahmen einer Zusammenkunft aller Kirchenvorstände der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Hämelerwald, Sievershausen, Arpke und Immensen wurde am Sonntag, 11. Juil, die Satzung der geplanten Gesamtkirchengemeinde feierlich in der Arpker Kirche zum Heiligen Kreuz unterzeichnet.

„Mit diesem Schritt gehen wir konsequent weiter auf dem Weg der regionalen Zusammenarbeit und sichern so die kirchlichen Angebote in unseren Dörfern“ sagt Reinhard Kühn, Vorsitzender des Kirchenvorstands der Kirchengemeinde Sievershausen. Und seine Arpker Kollegin Ines Schwierzke fügt hinzu: „Im Blick auf die Zukunft der Kirche brauchen wir mehr Gemeinschaft. Dafür sind die Voraussetzungen bei uns doch optimal. Denn wir kooperieren schon lange in der Konfirmandenarbeit und haben alle ähnliche Voraussetzungen.“

Die vier Ortsgemeinden schließen sich ab 1. Januar 2022 zur „Gesamtkirchengemeinde Lehrter Land“ zusammen. Künftig wird dann nur noch ein gemeinsamer Kirchenvorstand die Verantwortung für die Arbeit in den Kirchengemeinden tragen. Aus jedem Ort werden zunächst drei gewählte Vertreterinnen und Vertreter in den Gesamtkirchenvorstand eintreten und die Geschicke bis zur nächsten Wahl 2024 lenken. „Die Rechtsform der Gesamtkirchengemeinde ermöglicht uns eine starke Zusammenarbeit, ohne dabei die Identität der Ortsgemeinden zu verlieren“ zeigte sich Hämelerwalds Kirchenvorstandsvorsitzender Richard Scharlemann dann auch zufrieden. Man verlöre dabei nichts und gewinne eine größere Vielfalt an Angeboten. Und Hendrik Alberts, Vorsitzender des Immenser Kirchenvorstands, ergänzt: „Wenn wir die Kirchen im Dorf lassen wollen, müssen wir zukünftig noch mehr über den eigenen Kirchturm hinausschauen. Der ganze Prozess hat uns bisher doch alle sehr ermutigt. Wir sind gemeinsam auf dem richtigen Weg“.

Für die zukünftige Gesamtkirchengemeinde ist zudem eine weitere Stellenausschreibung geplant: Nach dem Eintritt der Hämelerwalder Pastorin Iris Habersack in den Ruhestand, dem Abschied von Pastorin Hanna Dallmeier aus Sievershausen im September und der Stellenreduzierung der Arpker Pastorin Anna Walpuski ab November sind die Kirchenvorsteherinnen und -vorsteher zuversichtlich, zum Jahresbeginn 2022 eine ganze Pfarrstelle neu besetzen zu können.

Am Rande der Zusammenkunft wurde auch bekannt, dass die vier Ortsgemeinden sich mit der St. Petri-Kirchengemeinde Steinwedel pfarramtlich verbinden wollen. Entsprechende Beschlüsse würden derzeit in allen betreffenden Vorständen gefasst, berichtet Björn Rohloff, Vorstandsvorsitzender von Sankt Petri, der mit einigen Kollegen des Kirchenvorstandes Steinwedel bei der Satzungsunterzeichnung ebenfalls anwesend war. „Die pfarramtliche Verbindung erleichtert uns die regionale Zusammenarbeit ungemein und sichert die pastorale Versorgung auf einer größeren Fläche für die Zukunft“, so Rohloff.

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