Orgelpfeifen

Orgelmusik in der St. Antonius Kirche

Im Jahr 1842 wurde erstmals in Immensen der Wunsch laut, für die Kapelle eine Orgel anzuschaffen. Der damalige Pastor Haccius in Steinwedel unterstützte dieses Ansinnen, aber der Superintendent in Burgdorf hatte Bedenken. Er befürchtete, dass die Immenser auf den Besuch in ihrer Mutterkirche verzichten würden, wenn sie eine Orgel in ihrer Kapelle hätten. 

1883 stellten die vorgesetzten Instanzen diese Bedenken zurück, so dass eine Orgel angeschafft werden konnte. Bei der Entscheidung dürfte eine Rolle gespielt haben, dass sich in Folge der Separation Ende der 1870er Jahre einige Immenser der freikirchlichen Bewegung angeschlossen hatten und man weiteren Kirchenaustritten zuvorkommen wollte. Die Firma Furtwängler in Elze erhielt den Auftrag zum Bau einer Orgel, die beim Umbau der Kapelle zur Kirche in den Jahren 1899/1900 gründlich überholt wurde. 

Als am 1. April 1953 Paul Derlien seinen Dienst als Organist antrat und den bisherigen Hauptlehrer Klauke ablöste, klagte er über den schlechten Zustand der Orgel. 1954 konnten die größten Mängel durch eine Generalüberholung beseitigt werden, so dass die Orgel noch bis 1969 gespielt werden konnte.
 
1970 erhielt der Orgelbauer Wilfried Müller aus Arpke den Auftrag zum Bau einer neuen Orgel. Die Weihe dieser Orgel erfolgte am 21. Juni 1970 durch Herrn Superintendent Kaufmann.

 

Quelle:

Meyer, Adolf; Chronik der Kirchengemeinde Immensen

Organisten
Foto: R.Hilmer